Samstag, 21. Juni 2014

Das Projekt / The Project:
"Die Ringparabel" von G.E. Lessing
Wie schon erwähnt, mein primärer Gedanke bei der Gambia Fahrt, war es ein Theaterprojekt vor Ort mit Jugendlichen durchzuführen. Parallel dazu ging es mir darum die Gepflogenheiten des Landes kennen zu lernen und sie sofern es möglich war auch in das Projekt einflliessen zu lassen. Da natürlich nicht innerhalb von drei Tagen das gesamte Stück von Lessing ("Nathan der Weise") aufgeführt werden konnte, reduzierte ich das Stück auf Improvisationen, die die Geschichte wider gaben, die Ringparabel und eine positive Aussage zum Ende des Stückes, folgende Szenen wurde entwickelt:
1. Werbung für jeweilige Religion (Juden, Christen, Moslems, Atheisten)
2. Einführung in die Geschichte
3. Kurt rettet Recha
4. Liebesgeschichte von Kurt und Recha
5. Gedicht zur Gemeinsamkeit der Religionen
6. Nathan erzählt wie Recha zu ihm kam
7. Die Ringparabel
8. Finale
"Die Ringparabel" from G.E. Lessing
The main reason I came to The Gambia was to do a theatre poject with young adults and teenagers. I was also interested in the local things and gave my best to integrate them into the project. As it was impossible to rehearse the whole play ("Nathen the wise") I chose an important part of the play, the so called "Ringparabel" - also the participants improvised scenes to describe further elements of the story. The following scenes were eleborated for the play:
1. Advertisement for a religion (Jews, Christians, Muslims and Atheists)
2. Introduction to the story
3. Kurt rescues Recha
4. Love Story Kurt and Recha
5. A self written poem about the common ground of religions
6. Nathan tells Recha how she came to him
7. The "Ringparabel"
6. Final

zu 1. Die Großgruppe teilte sich in Kleingruppen entsprechend der verschiedenen Religionen ein, recherchierte mit dem Handy nach Informationen zur jeweiligen Religion. Ziel war es eine kleine Szene zu improvisieren, in der sie, wie in einer Wahlwerbung ihre Religion als die beste darstellen sollten.

1. In small groups the participants researched informations about the different kind of religions  via mobile/ internet. The task was to create a scene in which they should to a sort of advertisement and promote their own religion.



Hier eine Probensituation der verschiedenen Religionen. Bei der Aufführung selbst hatten die muslimischen Mädchen als Juden alle ein einheitliches Kostüm an...:-).

In the following you see a rehearsal situation - in the show the muslim participants had costumes to show the other religion...
Die Gruppe der "Christen"/ The Christians



Die Gruppe der Moslems / the Muslims

Die Gruppe der Juden (mit Kopftüchern - wie gesagt, Probensituation ;-)
The Jews 
Die Gruppe der Atheisten / The Atheists
Der große Tumult, alle Religionen meinen die einzige wahre zu sein...
They all come into a big quarrel...

zu 2.Um von der Präsentation zum Stück zu gelangen wurde ein Text zur Einführung vorgetragen:
Introduction
Die Vorleserin war 11 Jahre alt und trug später den folgendenText auswendig vor!
The following text was learnt by heart from an eleven year old girl!

Dear Audience, this is a story that plays in the year 1190. Far away from here in Jerusalem. A city in Israel. There has been a lot of quarrel between Christians, Jews and Muslims. For every belief Jerusalem is a holy town.Jews heve been living here for a long time. The crusadars want to conquer the town back from the Muslims, who have been the rulers since nearley 500 years.

zu 3. Damit nachvollzogen werden konnte, warum Recha sich zu Kurt hingezogen fühlt, wurde die Geschichte jeweils erzählt und gleichzeitig dargestellt:
The introduction to the lovestory



zu 4. Kurt fühlt sich zu Recha hingezogen, doch Recha versteht nicht, warum er sich von ihr abwendet. Doch die Liebe siegt und sie kommen zueinander (keine einfache Szene für die Jugendlichen und natürlich musste und durfte erstmal gelacht werden!)
Kurt is very interested in Recha, but he thinks he´s not allowed to love her, as she is a Jew and he is a Christian - both have fought against each other - but at the end the love wins.
The scene wasn´t all to easy for the teeagers - and of course we all laughed a bit - but at the end the two did an excellent  job!

zu 5. Ein Jugendlicher, Lamin, der wunderbare und eindrückliche Gedichte schreiben kann, verfasste ein Gedicht zur Verständigung der Religionen, zum Schlußss wird er von Nathan unterbrochen:
One participant, Lamin, is a great poet writer and he composed a great poet about a positive communication between the religions. He gets interupted from Nathan.
zu 6. Recha gesteht ihrem Ziehvater ihre Liebe zum Kreuzritter.
Recha admits her love to Kurt
Nathan stellt sich gegen Rechas Liebe... 
Nathan is against their love

                                          und erzählt zum ersten Mal, wie Recha zu ihm kam:
                                          for the first time Nathan tells Recha, how she came to him

...und zwischendurch wußte ich auch nicht mehr weiter, Kopf kratzen hilft dann ;-)
Inbetween I was also insecure - head scratching can held ;-)

wieder wurde die Geschichte erzählt und gleichzeitig dargestellt...
the story was told and performed at the same time



zu zu 7. Die Religionsvertreter unterbrechen Nathan, er erzählt die Geschichte der drei Ringe (Metapher, das es keine "richtige" und bessere Religion gibt)
The representatives of the religions interupt Nathan after he´s told his story - and Nathan tells the story about the three rings - (a metapher that says that there is no "right" religion)

zu 8. Die Aussage der Ringparabel wird gemeinsam ausgesprochen und zum Schluss mit einem gemeinsamen Lied beendet.
The conclusion about the "Ringparabel" is announced again. The play ends with a song.
Die Probe für Dienstag ( Rehaersal on Teusday)

Freitag, 20. Juni 2014

23.04.14
Seit mittlerweile drei Tagen probe ich mit einer Gruppe von "CAN" an der Ringparabel, d.h. an einem Auszug des Stückes, Die Teilnehmer sind von 11 - 17 Jahren, haben alle schon Theatererfahrungen und haben großen Spaß daran zu spielen, sind fleißig dabei - mit der Pünktlichkeit verhält es sich wie in anderen Kursen, die ich in Deutschland gegeben habe...Es ist kein "afrikanische Zeitgefühl", sondern wie überall auch, Jugendliche, die aus welchen Gründen auch immer die Zeit vergessen...Gewiss manche haben auch Gründe, müssen zu Hause noch helfen - mir fehlt die Zeit darauf einzugehen, denn am folgenden Tage muss eine Aufführung stehen. So wird also bei 30 Grad Celsius von 10.00 Uhr (meist dann doch erst 11.30Uhr) bis 15.00 Uhr - wobei ca. um 14.00 Uhr das Essen gebracht wurde.
Leider gab es weitere unausgesprochene Dinge, die mir Nerven kosteten. Ein Musiker, der das Projekt unterstützen wollte bot sein Hilfe an, was lobenswert ist, er lud Musiker ein an der Performance teilzunehmen  und nach und nach wurde es alles ein bißchen aufwendiger als möglich...-  Im Stress vor der Aufführung machte ich den Fehler einiges aus der Hand zu geben - es wäre wohl besser gewesen, ich hätte sowohl für die Proben als auch für das Programm drum herum die Organisation übernommen - aber dafür fehlte mir vor Ort die Energie!
Aber so ist es wohl, wenn man in einem anderen Land ist und mit den Gepflogenheiten nicht vertraut wurde
Nichts desto trotz - hier ein paar Bilder meines Probenortes...

Since 3 days I´m rehaersing with kids from "CAN" aged 11 - 17 years old. They´ve all got theatre experiences and are working very well! Unfortunanteley it´s like everywhere when you work with kids, they don´t all manage to come in time - I´m sure that has got nothing to do with an african time - it´s just that some forget the time and for sure, some have to do work at home or help or other family things... I worked together with a musician, who helped a lot to get the play done, but he also invited other musicians, what was also good, but it all got to big....Afterwards I think it would have been better to take care about the rehaersals and all the other organization around - but I just didn´t have the energie to do everything...
Well,  that´s how things can go if you´re in a foreign country and don´t know how to handle things...
Never the less, here some pictures from the rehaersal place...
22.04..14


Einige Tage sind vergangen! Und ich komme immer mehr an und nun ja, an einigen Stellen ecke ich auch an. Als Selbständige Künstlerin entspreche ich nicht dem Bild eines reichen Europäers, dass können hier lebende natürlich nicht wissen und dann gilt es eben den eigenen Standpunkt klar zu machen und für das was mir wichtig ist - es ist nicht einfach, wenn da so verschiedene Standpunkte aneinander geraten

Anbei ein paar Fotos meiner Behausung und Blümchen entgegen des eigenen Frusts...

Some days have passed and I have to try to cope with things here. I´m getting support but also - but as an freelancing artist I guess I´m sometimes unconfortable... - never the less, here are some Pictures of my place, also some beautiful flowers to chear up :-)





20.04.14
Weitere Impressionen...
Further impressions...a little bit of an adventure tour for a European.. ;-)

Ein paar Eindrücke noch vom Auto - vielleicht können sie etwas wieder geben, wie das Gefährt war...Es musste nur einmal angeschoben werden, die hintere Achse war beim fahren auch nicht mehr ganz so laut ;-)




Samstag, 18.04.14
Wenn einem Essen und Vielfalt wichtig ist, zudem Vegetarier ist, ist es nicht leicht in Gambia und so fiel mein Frühstück, dass ich sonst so gerne mag, recht simpel und leider auch häufig gleich aus...
It´s not too easy for a vegetarian, who likes to eat different kinds of things, except meat and fish in The Gambia...


Anschließend ging es mit einem Taxibus in die Hauptstadt nach Banjul
Trip to Banjul
Von dort aus dann weiter an den großen Hafen und an den Strand. Es ist schon kein schöner Anblick, wenn der voller Müll ist!
The big port, unfortunenatley full of rubissh... :-(

Den Geiern hat das allerdings nicht ausgemacht...Mich haben die beeindruckt - manch einer mag sagen, dass sie häßlich sind - ich war fasziniert (daher wohl auch die vielen Fotos ;-)
...but the vultures don´t mind - I always heard, that they are ugly birds, ,but I was fascinated!




Montag, 26. Mai 2014

Freitag 17.04.14
Eigentlich wollte ich heute zum SOS Kinderdorf. Meine Mutter war dort vor 20 Jahren gewesen und hatte Fotos gemacht, zudem bestand die Hoffnung auf eine Zusammenarbeit. Aber die Eindrücke, unruhige Nächte das Wetter und das unbekannte Essen machten meinem Magen zu schaffen, daher hieß es einfach mal ausschlafen im Moskitozelt (aus Deutschland selbst mitgebracht...)


Freitag, 16. Mai 2014

Donnerstag, 17.04.14
Weiter geht es mit einem spannendem Programm - und wenn der Kopf rauchenn könnte, hätte meiner das heute irgendwann getan...ich besuchte einen Workshop eine Workshop mit folgendem Titel "National Forum on refugee situtaions in The Gambia" , angeboten vom CAID (The Children and Community Initiative for Development - läßt sich alles im Netz nachlesen ;-) )
Das geplante Programm sah folgendermaßen aus:
Ein interessantes und eigentlich gutes Programm, zu dumm nur das es voraussetzt, dass dann auch um 9.30 Uhr angefangen wird (ich bin aber auch eine spießige deutsche, tja ;-). 
Derweil hieß es vorerst warten, bis die anderen kommen...

Um munter und gut gelaunt zu sein, reichte ein Nescafe leider nicht...Warten mit einem der Brüder meines Guides (Yusupha). Da irgendwie jeder der Bruder, die Schwester oder sonstwas von jemandem ist habe ich es irgendwann aufgegeben die Familienverhältnisse zu verstehen...
(Waiting with one of Yusupha´s (my "guide") brothers  - I gave up after a while to understand the family situatuion, because everyone seemed to be the brother or the sister from somebody - this is different in Germnay!)


Aber man kann ja auch einfach mit dem Frühstück anfangen, denn dann sind ja alle da (komisch...aber auch praktisch!). 

Und während alle ganz fleißig schrieben, lag meine Kladde samt Stift ruhig herum...
(While everyone was busy writing down every information, I tried to follow without writing or reading...)

Inbetween I did wright and gave my best to understand the situation...
Nach ich weiß nicht wie vielen Reden (im afrikanischen Englisch, Mandinka und Wolof - Rauch- oder Schlafwolken werden für mich derweil sichtbar) zur Situation an ich weiß nicht genau welchen und wie vielen Grenzen oder ähnliches  - gab es zum Schluss Kleingruppen, in denen  Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Flüchtlingssituation erarbeitet werden sollten. Meines Erachtens der produktivste Teil - aber schwupsdiwups ist die Zeit zu Ende und länger geht nicht, wegen essen...Aber naja, kennt man ja - irgendwie ist die Zeit immer zu kurz (ich hätte ja die Zeit nachgearbeitet - diese spießige Deutsche aber auch... ;-) Auf den Fotos sehe ich zwar müde aus - aber ich war da endlich sehr konzentriert, daher der angestrengte Blick!
After  a lot of speeches about all the different kind of situations for the refugees in english, mandinka and wolof my head got a bit tired...Had a lot of confusion in my head! At the end small groups should work out possibilities to improve the situation of the refugees...I may seem tired, but only because I as very concentrated figuring out improvements!





Das Essen war dann wohl verdient! It was a good option to eat together at the end :-)